Das Naturschutzgroßprojektes will vorrangig die für den Vogelsberg typischen Grünlandlebensräume einschließlich ihrer geprägten Kulturlandschaft durch die ökonomische Sicherung extensiver Landnutzungsformen erhalten und entwickeln.

Im Wald soll insbesondere durch Ausweisung von Prozessschutzflächen die Strukturvielfalt der montanen Buchenwälder mit ihren Sonderstandorten (Blockschutt- und Auenwäldern) erhalten und entwickelt werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Sicherung historisch gewachsener Stillgewässer-Kulturbiotope.

Das Naturschutzgroßprojekt soll dabei modellhaft aufzeigen, wie in einer Mittelgebirgsregion durch innovative und beschäftigungswirksame Maßnahmen die Biodiversität charakteristischer Lebensräume im Einvernehmen mit den Landnutzern – wie Land-, Wasser- und Forstwirtschaft – langfristig erhalten werden kann. Das Projekt soll hierbei als „Anschub“ für Maßnahmen und Strategien verstanden werden, die sich nach Abschluss des Projektes selbstständig weitertragen. Zur Erreichung von positiven Synergieeffekten wird angestrebt, das Naturschutzgroßprojekt in das integrierte regionale Entwicklungskonzept des Vogelsberges einzubinden und dadurch mit anderen Strukturförderungen zu verbinden.

Die drei Schwerpunkte des Naturschutzgroßprojektes sind Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Wasser/Feuchtlebenräume, die durch innovative, modellhafte und beschäftigungswirksame Maßnahmen umgesetzt werden sollen. Hierzu sind neben den Maßnahmen, welche in direktem Zusammenhang zur Biotoperhaltung und -verbesserung stehen, auch eine Vielzahl flankierender Maßnahmen geplant, welche den Naturschutz wirksam und nachhaltig in die Region integrieren sollen. Ergänzt werden diese Schwerpunktbereiche durch „klassische Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen“ zum Erhalt, zur Entwicklung und zur Wiederherstellung natürlicher und naturnaher Lebensräume, die ohne das Zutun des Menschen entstanden sind.